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Interessengemeinschaft Orange Cat

Gemeinsam Informationen bündeln, Entwicklungen beobachten und ein strukturiertes Vorgehen für Betroffene ermöglichen.

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Die Interessengemeinschaft

Kostenfreie Mitgliedschaft: Durch den Beitritt zur Interessengemeinschaft entstehen keine Mitgliedsbeiträge und keine laufenden Kosten.

Interessengemeinschaft Orange Cat – gemeinsam handeln, Informationen bündeln, Ansprüche prüfen lassen

Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Anlagebetrugsfall „Orange Cat“ haben sich zahlreiche Betroffene mit denselben Fragen an uns gewandt: Was ist passiert? Wer ist verantwortlich? Welche Unterlagen werden benötigt? Gibt es Chancen, investiertes Geld zurückzuerhalten? Und wie können geschädigte Anleger jetzt sinnvoll vorgehen?

Aus diesem Grund wurde die Interessengemeinschaft Orange Cat ins Leben gerufen.

Die Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft ist kostenfrei. Es entstehen durch den Beitritt zur Interessengemeinschaft keine Mitgliedsbeiträge und keine laufenden Kosten. Ziel ist es, Betroffene zusammenzubringen, Informationen zu sammeln, Entwicklungen zu beobachten und ein gemeinsames, strukturiertes Vorgehen zu ermöglichen.

Gerade bei mutmaßlichen Anlagebetrugsfällen ist es wichtig, dass Geschädigte nicht isoliert handeln. Einzelne Anleger verfügen oft nur über einzelne Unterlagen, Zahlungsnachweise, Chatverläufe oder Werbeaussagen. Werden diese Informationen jedoch gebündelt, können Muster sichtbar werden: Wer hat geworben? Welche Versprechen wurden gemacht? Welche Zahlungswege wurden genutzt? Welche Personen oder Gesellschaften traten gegenüber Anlegern auf?

Eine Interessengemeinschaft kann dabei helfen, Kräfte zu bündeln, Doppelarbeit zu vermeiden und Betroffenen eine gemeinsame Stimme zu geben. Je mehr Informationen zusammengetragen werden, desto besser lassen sich mögliche Verantwortlichkeiten, Zahlungsflüsse und Anspruchsgegner nachvollziehen.

Wichtig ist aber auch: Die Interessengemeinschaft selbst darf und wird keine Rechtsberatung durchführen. In Deutschland ist die individuelle Rechtsberatung grundsätzlich ausschließlich zugelassenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten vorbehalten. Das ergibt sich aus den gesetzlichen Vorgaben des Rechtsdienstleistungsgesetzes. Deshalb ist eine Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt zwingend erforderlich, sobald es um die Prüfung konkreter Ansprüche, rechtliche Bewertungen, Akteneinsicht, Vertretung gegenüber Behörden oder die Durchsetzung möglicher Schadensersatzansprüche geht.

Die Interessengemeinschaft kann informieren, koordinieren und Betroffene vernetzen. Die rechtliche Prüfung und Beratung muss jedoch durch einen zugelassenen Rechtsanwalt erfolgen.

Betroffene sollten jetzt insbesondere sämtliche Unterlagen sichern: Verträge, Zahlungsbelege, Kontoauszüge, Screenshots aus Apps oder Webseiten, Chatnachrichten, E-Mails, Werbematerialien und sonstige Kommunikation. Auch Angaben zu Vermittlern, Empfehlungsgebern oder Ansprechpartnern können später wichtig sein.

Unser Ziel ist ein geordnetes Vorgehen im Interesse der Betroffenen. Niemand sollte jetzt vorschnell weitere Zahlungen leisten, angebliche Freischaltungsgebühren überweisen oder sich durch Versprechungen neuer Auszahlungen beruhigen lassen. Entscheidend ist, Beweise zu sichern, Informationen zu bündeln und rechtlich prüfen zu lassen, welche Schritte möglich und sinnvoll sind.

Blog

Aktuelle Informationen für Betroffene

Auf dieser Unterseite können künftig aktuelle Hinweise, Entwicklungen, Termine und wichtige Informationen für Anlegerinnen und Anleger veröffentlicht werden.

Welche Unterlagen sollten gesichert werden?

Wichtig sind insbesondere Zahlungsnachweise, Screenshots, Verträge, App-Daten, Chatverläufe, E-Mails, Werbematerialien sowie Angaben zu Vermittlern oder Ansprechpartnern.

Keine weiteren Zahlungen leisten

Betroffene sollten angebliche Freischaltungsgebühren, Steuernachzahlungen oder sonstige Nachforderungen besonders kritisch prüfen und rechtlichen Rat einholen.

Orange CAT

Orange Cat: Worum geht es genau?

Orange Cat war bzw. ist nach den bisherigen öffentlichen Informationen ein mutmaßliches Anlagebetrugsmodell rund um angebliche Powerbank-Ausleihstationen. Anleger sollten Geld investieren, damit weltweit Stationen für mobile Ladegeräte aufgestellt und betrieben werden. Die versprochenen Gewinne sollten angeblich aus dem Verleih der Powerbanks, aus Werbung auf Geräten/Stationen und teils aus der Verwertung von Nutzerdaten stammen.

Der Kernvorwurf der Ermittler: Das Modell soll nicht überwiegend durch echte operative Gewinne funktioniert haben, sondern als Schneeballsystem. Das heißt: Ausschüttungen an frühere Anleger sollen vor allem aus dem Geld neuer Anleger bezahlt worden sein. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ermittelt gegen zwei Männer aus Thüringen wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie das Geschäftsmodell verkauft wurde

Nach MDR-Recherchen präsentierte sich Orange Cat Energy Technology Co., Ltd. als in Hongkong registriertes Unternehmen mit Dependance in London und als modernes Energie-Start-up mit internationalem Expansionsplan. Die Idee klang zunächst plausibel: Powerbank-Stationen sollten weltweit aufgestellt werden, Kunden sollten die Akkus gegen Gebühr ausleihen und an anderen Stationen zurückgeben können.

Anleger zahlten nach MDR-Darstellung teils über Kryptowährungen ein. In einer App wurden angebliche Gewinne angezeigt. In einem geschilderten Fall investierte eine Betroffene 1.600 Euro; versprochen worden seien 1.200 Euro Gewinn monatlich. Solche Renditeversprechen sind aus Anlegerschutzsicht ein massives Warnsignal.

Warum so viele darauf hereingefallen sein könnten

Das Modell wirkte offenbar nicht nur digital, sondern auch real sichtbar: Es gab nach MDR-Angaben Läden, Powerbanks, Verleihstationen, Unternehmer vor Ort und große Marketingveranstaltungen. Gerade diese physischen Elemente dürften Vertrauen geschaffen haben.

Beworben wurde das Angebot laut Ermittlern unter anderem über soziale Netzwerke, Messengerdienste und aufwendige Marketingveranstaltungen. Die Ermittler gehen allein in Deutschland von mehr als 100.000 Anlegern und damit potenziell Geschädigten aus.

Was die BaFin dazu sagte

Die BaFin veröffentlichte bereits am 2. April 2026 eine Meldung zu Orange Cat Energy Technology Co. Ltd. Danach hatte die Behörde Anhaltspunkte dafür, dass eine Vermögensanlage öffentlich angeboten wurde, ohne dass der dafür erforderliche Verkaufsprospekt veröffentlicht worden war.

Am 9. April 2026 teilte die BaFin zudem mit, dass sie gegen Orange Cat Energy Technology Co. Ltd. mit Sitz in Hongkong wegen des öffentlichen Angebots von Vermögensanlagen ermittle.

Der Zusammenbruch

Nach MDR-Darstellung kam es kurz vor Ostern zu Problemen. Anleger seien aufgefordert worden, weiteres Geld nachzuschießen, angeblich aus steuerlichen Gründen. Kurz darauf kamen die BaFin-Warnung hinzu; App und Website verschwanden, Anleger konnten offenbar nicht mehr regulär auf ihr Geld zugreifen.

Besonders auffällig: Der MDR berichtet, dass nach dem Verschwinden von Orange Cat eine Webseite namens Rainbow Shared Energy mit auffallenden Ähnlichkeiten auftauchte. Auch die BaFin veröffentlichte später eine Warnmeldung zu Rainbow Shared Energy Ltd. wegen Anhaltspunkten für ein fehlendes Vermögensanlagen-Informationsblatt beziehungsweise fehlende Unterlagen.

Aktueller Ermittlungsstand

Am 8. Juli 2026 wurden in Thüringen sechs Wohn- und Geschäftsobjekte in Mühlhausen und Erfurt durchsucht. Beteiligt waren das Thüringer Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Mühlhausen. Die Durchsuchungen dienten der Sicherung von Beweismitteln; die Auswertung läuft.

Im Fokus stehen zwei Männer im Alter von 20 und 40 Jahren. Welche genaue Rolle sie in dem mutmaßlichen System gespielt haben sollen, wurde öffentlich nicht näher mitgeteilt.

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